VPE-Konferenzbeitrag auf der "23rd IFIP International Conference on Product Lifecycle Management (PLM)" in Lecce
Auf der diesjährigen International Conference on Product Lifecycle Management (PLM) war der Lehrstuhl für Virtuelle Produktentwicklung (VPE) mit dem Forschungsbeitrag „AI-Extended Lifecycle Management for Supporting Generative Systems Engineering Capabilities“ vertreten.
Im Mittelpunkt des von Dr. Mollahassani vorgestellten Beitrags stand die Frage, wie der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) im Model-Based Systems Engineering (MBSE) langfristig nachvollziehbar, reproduzierbar und zuverlässig gestaltet werden kann. Werden Systemmodelle mithilfe von KI erstellt, entstehen neben den eigentlichen Modellen zusätzliche Informationen und Daten – sogenannte Engineering AI Artifacts. Hierzu zählen beispielsweise Eingaben (Prompts), Konfigurationen, verwendete Werkzeuge oder weitere Informationen, die den Generierungsprozess maßgeblich beeinflussen.
Für einen durchgängigen Systems-Engineering-Prozess müssen diese Engineering AI Artifacts systematisch erfasst, verwaltet und mit den erzeugten Systemmodellen verknüpft werden. Nur so lassen sich KI-generierte Ergebnisse reproduzieren, Änderungen nachvollziehen sowie Validierungs- und Verifikationsprozesse zuverlässig unterstützen.
Das auf der Konferenz vorgestellte Framework identifiziert die verschiedenen Engineering AI Artifacts entlang des Produktlebenszyklus und integriert sie mithilfe moderner KI-Konzepte wie Toolformer und Function Calling automatisiert in eine geeignete Managementumgebung. Dadurch wird eine konsistente und nutzerunabhängige Verwaltung der relevanten Informationen ermöglicht.
Mit diesem Forschungsbeitrag leistet der VPE einen wichtigen Beitrag zur sicheren und nachhaltigen Integration generativer KI in das Systems Engineering und zeigt, wie Product Lifecycle Management als Grundlage für die Verwaltung KI-basierter Entwicklungsartefakte genutzt werden kann.
