Unterwassermotorprüfstand

Der an der Universität Kaiserslautern vorhandene Prüfstand für Unterwassermotorpumpen erlaubt die Untersuchung von mehrstufigen Aggregaten. Über eingebaute Fenster kann das Aggregat während der Untersuchungen beobachtet werden. Eine Einführmöglichkeit für ein Endoskop erlaubt die Beobachtung des Gleitringdichtungsraumes während des Betriebs.

Der Prüfstand ist um einen Wärmetauscher erweiterbar, um eine gleichbleibende Fluidtemperatur während der Untersuchungen zu gewährleisten. Der Kessel kann mit einem Überdruck von ca. 6 bar beaufschlagt werden. Abbildung 1 zeigt ein Schema der Anlage in Vorderansicht und Draufsicht.

Der Betriebsbehälter für die Tauchmotorpumpe, in Abbildung 2 gezeigt, besitzt einen Innendurchmesser von 340 mm, fast alle Radial und Halbaxialpumpen im Durchmesserbereich bis zu 10" können eingebaut werden.

Der Betriebsbehälter verfügt über zahlreiche Bohrungen zur Applikation von Sensoren. Die Aufnahme der folgenden Messwerte ist grundsätzlich möglich:

 

Temperatur

 - im Fördermedium

 - im oberen Wickelkopfraum

 - im Bereich der Druckausgleichsmembran

 

Druck

 - im Fördermedium

 - oberhalb der Gleitringdichtung

 - unterhalb der Gleitringdichtung

 - im Membranraum

 - im Druckbehälter

 

 - Fördervolumen

 - Wellenlage an der Kupplung

 - Strom

 - Spannung

 

Eine Erweiterung des Betriebsbehälters um weitere Messstellen ist möglich.

 

Die Arbeitslänge des vorhandenen Boroskopes beläuft sich auf 450 mm, der Durchmesser beträgt 8 mm, eine Fokussierung von 5 mm bis unendlich ist möglich. Das Boroskop ist bis 1,7 bar in Wasser verwendbar. Der Bildwinkel beträgt 45°.

Abbildung 3 zeigt den Kessel, welcher 4675 l fasst und mit Drücken bis zu 6 bar über Druckluft beaufschlagt werden kann.

Der aktuelle Schaltschrank bietet 85 kW und ermöglicht die direkte und Stern-Dreieck Einschaltung des Motors. Die Infrastruktur erlaubt eine Leistungsabnahme von bis zu 125 kW, welche durch Anpassungsmaßnahmen erreicht werden können.

Weiterhin steht ein Frequenzumrichter bis 60 kW zur Drehzahlregelung zur Verfügung.

Die Saugleitung ist als DN 200, PN 10 ausgeführt, die Druckleitung als DN 200, PN 16. In der Druckleitung befindet sich ein automatisch ansteuerbares Drosselventil. Weiterhin ist eine Leitung DN 65, PN 16 als Bypass vorhanden. Diese besitzt ebenfalls ein automatisch ansteuerbares Drosselventil.

Es können prinzipiell Volumenströme von 1000m³/h verwirklicht werden.

Der Einsatz des in Abbildung 4 gezeigten Wärmetauschers gewährleistet eine gleichbleibende Fluidtemperatur während der Versuchsdurchführung.