Entwicklung eines Prozesses zur Implementierung von Reverse Engineering in den nachhaltigen Lebenslauf Smarter Produkte und Validierung am Beispiel eines 3D Druckers
2024, Bachelorarbeit, Jonas Simon
Betreuung durch M.Sc. Yannick Juresa
Abstract
In einer zunehmend komplexen und dynamischen Geschäftswelt stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Produkte schneller, flexibler und nachhaltiger zu entwickeln. Die Grundlage dafür bilden vollständige und konsistente Daten. Diese werden in der Praxis häufig nicht zur Verfügung gestellt um Wettbewerbsvorteile zu sichern, unzureichend gespeichert oder gehen im Zuge eines Zuliefererwechsels verloren. Um die Basis für eine nachhaltige, effiziente und zukunftsfähige Produktentwicklung zu schaffen, müssen solche Lücken in der Datengrundlage geschlossen werden. Die vorliegende Arbeit untersucht in diesem Zusammenhang die Rolle von Reverse Engineering als Methode zur gezielten Rückgewinnung technischer Informationen aus bestehenden Produkten. Ziel ist die Analyse bestehender Produkte zur Vervollständigung unvollständiger Datensätze. So soll eine konsistente und hohe Datenqualität für die Entwicklung nachfolgender Produktgenerationen geschaffen werden. Dies ermöglicht eine Verkürzung der Entwicklungszeiten und wirkt sich positiv auf weitere kritische Entwicklungsparameter wie Kosten, Qualität und Ressourceneffizienz aus. Darüber hinaus eröffnet die Methode Potenziale zur Identifikation und Umsetzung von Verbesserungen, die eine saubere Produktentwicklung fördern. Der in dieser Arbeit entwickelte Prozess wird exemplarisch an einem veralteten 3D-Drucker überprüft, um die Praxistauglichkeit zu verifizieren. Zusätzlich erfolgt eine umfassende Bewertung des Prozesses auf Grundlage zuvor definierter Anforderungen an einen modernen Entwicklungsprozess sowie im Hinblick auf seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitspotenziale.