Forschung

Aktuell steht das problematische Gebot der Reproduzierbarkeit von Simulationsexperimenten im Zentrum der Forschung. Für dessen Analyse werden fachwissenschaftliche Detailkenntnisse verbunden mit der philosophisch-historisch informierten Reflexion auf Erwartungen und Normen. Das Problem der Reproduzierbarkeit wird hier als die Frage aufgefasst, ob gleiche theoretische Modelle auch dann zu (statistisch) gleichen Simulationsergebnissen führen, wenn die Simulationen hinsichtlich Implementation, Diskretisierung, Anpassungen und der beteiligten Personen (soziale Organisation, Erfahrung, …) differieren. Die hier interessierenden Variationen umfassen alle Schritte der Modellierung zwischen theoretischem Modell und konkreter Implementation. So lässt sich analysieren, was wieso reproduzierbar ist, worin Gefahren bestehen, die man beseitigen kann, und wo die Reproduzierbarkeit ihre Grenzen hat. Auf diese Weise kann man beschreiben, was eine gute Praxis der Simulation ist.
Aktuelles Projekt
Reproducibility Has Politics
Experimente müssen sich wiederholen lassen und zum gleichen Ergebnis führen, sonst sind sie nicht wissenschaftlich. Was „wiederholen“ und „gleiches Ergebnis“ überhaupt bedeutet, war immer wieder ein …
